5 Fehler die Gründer in sozialen Netzwerken begehen

Fehler #1 - Zu viele Plattformen

Viele Plattformen bedeuten viel Arbeit. Speziell bei frischen Unternehmen sehe ich immer wieder den Fehler, dass diese sich möglichst auf allen möglichen sozialen Netzwerken registrieren.

So hat Friseur Schneider plötzlich Profile auf Facebook, Instagram, SnapChat, TikTok und Google.

Der Gedankengang vieler Unternehmen ist dabei, möglichst viele Menschen zu erreichen um auf Ihr neues Unternehmen aufmerksam zu machen.

Ja, es ist definitiv richtig aus der Masse hervorzustechen, doch darf nicht vergessen werden das Content-Marketing viel Zeit erfordert.

Ich empfehle daher, zum Anfang, erst einmal mit einem sozialen Netzwerk zu starten.

Fehler #2 - Die Kreativeblase

Gerade zu Beginn bzw. der Neueröffnung eines Unternehmens denken viele Gründer darüber nach, wie viele tolle Inhalte sie produzieren könnten. Dann kommt die Eröffnung des Unternehmens es folgen ein paar Storys, Beiträge und ggf. noch ein tolles Gewinnspiel in dem ein Produkt verlost wird.

Danach kommt lange Stille oder teilweise gar nichts mehr und der Kanal ist schon tot bevor er überhaupt aufleben konnte.

Daher gebe ich jedem Unternehmen den Rat an die Hand, schon vor der Eröffnung sich ein paar Gedanken zu machen und sich folgende 5 Fragen zu stellen:

  • Was ist das Ziel das ich erreichen möchte?
  • An welchen Tagen möchte ich Content erstellen und wann poste ich diesen?
  • Zu welcher Uhrzeit erreiche ich meine Follower am besten?
  • Warum wird meinem Kanal gefolgt, was interessiert meine Follower?
  • Welche Erwartungen haben meine Follower an meinen Content?

Unter Berücksichtigung der beantworteten Fragen wird nun mit der Erstellung eines Redaktionsplan für die sozialen Netzwerke begonnen.

Fehler #3 - Potenzial des Netzwerks nicht nutzen

Einige soziale Netzwerke haben sich auf eine bestimmte Art des Mediums spezialisiert. So sind auf Instagram primär Bilder zu finden und auf TikTok Videos.

Aktuell bietet Facebook Unternehmen von der Funktionalität die meisten Mehrwert. So haben Unternehmen nicht nur die Möglichkeit ein eigenes Unternehmensprofil zu erstellen sondern auch, dieses weitestgehend zu personalisieren.

Profilbild, Titelbild, Adresse, Website, Telefonnummer. Speichern. Fertig. Scheint die Devise einiger Unternehmer zu sein und damit hat sich die Erstellung der Facebook-Seite erledigt.

Facebook beispielsweise bietet viele verschiedene Möglichkeiten beispielsweise folgende:

  • Automatisierte und personalisierte Antworten
  • Angebotene Serviceleistungen hinterlegen
  • Verknüpfung des bestehenden Online-Shops
  • Hochladen von Speisekarten
  • Stellenangebote inserieren

Nutzer rufen Unternehmensprofile auf um eine Antwort auf Ihre offene Fragen zu erhalten.

Auf Facebook erhalten diese viele Basisinformationen wie:

  • Öffnungszeiten
  • Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer, Adresse, E-Mail)
  • Angebotene Leistungen/Produkte
  • Preisliste / Speisekarte
  • Bewertungen
  • Neuheiten und Sonderangebote
 
Daher lohnt es sich für jeden Gründer, sich vor dem Erstellen von Beiträgen genau mit den Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

Speziell bei Instagram hat jeder Nutzer die Möglichkeit durch sogenannte Sticker die eigene Reichweite mittels Angaben von Locations und Hashtags anzuheben.

Du möchtest mehr Informationen erhalten wie Du deinen Reichweite boosten kannst?

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Fehler #4 - Kein Impressum, Streitschlichtung & Datenschutz

Eine Profil auf sozialen Netzwerken ist schnell erstellt, doch die Abmahnindustrie schläft nicht und reibt sich bis heute in Deutschland die Hände.

Achtung, der folgende Text stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine detaillierte Rechtsberatung suchen Sie bitte einen Anwalt oder Juristen auf.

Laut dem Telemediengesetz ist fast jede Website in Deutschland dazu verpflichtet, gewisse Daten dem Besucher zugänglich zu machen. Fehlen einige der geforderten Daten, landen schnell teure Einschreiben von Anwälten im Briefkasten die folgende Bestandteile haben können:

  • Anschreiben mit dem Vorwurf z.B fehlerhaften Impressum
  • Eine Unterlassungserklärung mit Vertragsstrafen oft ab 5.000€
  •  Übernahme der Anwaltskosten
 
Wer aus Interesse einfach mal schauen möchte wie aktuell dieses Thema ist, kann einfach mal eine Suchanfrage in einer x-beliebigen Suchmaschine starten mit Begriffen wie: Abmahnung fehlerhaftes Impressum oder Abmahnung Datenschutz.
 
Seit dem Februar 2017 kam zusätzlich hinzu, das Betreiber von Webseiten eine weitere Information über die Streitschlichtung angeben müssen.
Wer sich genauer mit dem Thema Streitschlichtung beschäftigen möchte der kann gerne diesen Beitrag von eRecht24 lesen.
 
Durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind Betreiber von Websiten dazu verpflichtet, alle Besucher der Seite darüber zu informieren was mit den auf der Seite erhobenen personenbezogenen Daten passiert. Achte daher auch genau welche Plugins, Addons oder Software von Drittanbietern du verwendest und ob ein so genannter ADV-Vertrag (Auftrag zur Auftragsdatenverarbeitung) geschlossen wurde.
 
Vergewissere dich und prüfe dein PopUp-Fenster in dem die Besucher zustimmen das du Daten beispielsweise an Google oder Facebook übermittelst und das der Cookie auch wirklich erst nach der Einwilligung hinterlegt wird.
 
Immer wieder wird in sozialen Netzwerken auf die oben genannten Punkte verzichtet, durch Unwissenheit oder weil es teilweise technisch schlecht realisierbar ist wie z.B bei Instagram. Bei Instagram besteht die Problematik darin, das lediglich ein anklickbarer Link im Profil hinterlegt werden kann, dies ist in der Regel der Link zur Startseite deines Unternehmens.
 
Nun existieren zwei Möglichkeiten:
  •  Link des Impressums angeben Beispiel: IhreWebsite.de/Impressum/
  • Weiterhin die gewünschte Seite verlinken und Gefahr laufen bald Post eines Mitbewerbers zu erhalten.

 

Wahrscheinlich wird dir erst jetzt bewusst das es mit dem reinen erstellen einer Seite im Web oder in sozialen Netzwerken nicht getan ist und du damit als Unternehmer auch ein paar weitere Pflichten nachkommen musst. 

Wer ein sicheres Impressum, eine Datenschutzerklärung, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder weitere rechtssichere Texte benötigt so empfehle ich dir, aufjedenfall einen Anwalt mit passenden Fachgebiet hinzuzuziehen der dir sichere Texte erstellt.

Fehler #5 - Kommuniziere mit deiner Community

Der große Vorteil von sozialen Netzwerken besteht darin, dass du jeder Zeit und weltweit mit deiner Community kommunizieren kannst. Nutzer interagieren mit deinen erstellen und geteilten Inhalten oder bewerten deine Leistungen bzw. die deines Unternehmens. 

Überprüfe daher täglich deine Netzwerke und reagiere auf diese egal ob es sich dabei um Feedback, positive oder negative Bewertungen oder Anregungen und Wünsche handelt. Vor allem solltest du auf negative Bewertungen eingehen und prüfen ob sein empfinden berechtigt ist und den Nutzer zufrieden stellen damit dieser seine Bewertung ggf. wieder in eine positive ändert. 

Die meisten Nutzer im Internet bewerten Unternehmen und Leistungen erst dann wenn etwas schief gelaufen ist und ebenfalls schauen sich viele Nutzer zu erst die negativen Bewertungen an und wie mit diesen umgegangen wurde.

Versetz dich in die Lage, dass du deinen nächsten Urlaub buchen möchtest. Wahrscheinlich nach einem Hotel mit einer sehr guten Bewertung und zusätzlich überprüfst du die schlechten Bewertungen da du dort sehen kannst was dir vielleicht über das Hotel nicht gesagt wird.

Wie du siehst, ist es wichtig auch mit schlechten Bewertungen oder Kritiken souverän umzugehen.

Nutze das Feedback und die Wünsche deiner Community dazu, dein Unternehmen zu optimieren und ggf. sogar neue Leistungen anzubieten die sich die Kunden wünschen. 

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich über ein Feedback von dir sehr freuen. Du möchtest effektives Online-Marketing auch in deinem Unternehmen einsetzen? Dann fordere noch heute ein kostenloses Beratungsgespräch an.

Beitragsbild von StartupStockPhotos auf Pixabay

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